Windows 7

Beim Zugriff von älteren Betriebssystemen auf Freigaben von Windows 7 oder Windows Server 2008 treten u.U. massive Performanceprobleme auf. Diese haben ihre Ursache im der von Windows 7 /Windows Server 2008 verwendeten SMB-Version. SMB-2 kann per Registry abgeschaltet erden:

HKLM\System\CurrentControlSet\Services\LanmanServer\Parameters

Schlüssel “Smb2” als DWORD erzeugen, der Wert “0″ des Schlüssels schaltet SMB-2 ab, der Wert 1 ein.

Warum auch immer zeigt der Explorer keine Suchfunktion mehr im Kontextmenü an. Eine früher gern benutzte und sinnvolle Funktion.
Mittels:

HKEY_CURRENT_USER\ SOFTWARE\ Microsoft\ Windows\ CurrentVersion\ Explorer\ Advanced

den Key “Start_ShowSearch” als REG_DWORD anlegen, mit dem Wert “1″ versehen und siehe da, der Menüeintrag ist wieder da.

Bei Zugriff auf lokale Freigaben tritt ein Fehler auf.  Im Syslog von Windows erschein der Fehler:

“ Der Server konnte keinen nicht-ausgelagerten Poolspeicher reservieren, da die konfigurierte Grenze für die Reservierung von nicht-ausgelagertem Poolspeicher erreicht wurde.”

Registry bearbeiten:

HKLM\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Session Manager\Memory Management\LargeSystemCache  Wert auf 1 setzen.

HKLM\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\LanmanServer\Parameters\Size Wert auf 3 setzen.

Rechner neustarten.

 

Bei Installation selbstgeschriebener Applikationen auf Windows 7 x64-Arbeitsplätzen erschien die Fehlermeldung “BadImageFormatException”, bei der man auf die Idee kommen könnte, Ursache wäre ein defekten Bild innerhalb der Anwendung ;-). Aber weit gefehlt: die Ursache liegt in der Benutzung von 32bit-basierenden Komponenten oder dem Aufruf von pInvoke-Funktionen auf 32bit-Basis innerhalb der eigenen Applikation. Also Entweder die obengenannte Ursache finden und (wenn möglich) abstellen, oder in den erweiterten Kompilierungsoptionen eine 32-bit Applikation erstellen lassen:

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Abb. Ziel-CPU-Auswahl

Um den Autostart von Applikationen mit Bordmitteln zu verzägern konnte man in früheren Windows-Versionen den Befehl “choice” benutzen, dieser existiert seit XP aber nicht mehr. Deshalb ein kleiner Trick, mit dem die Verzögerung auf allen Rechner funktioniert: man pingt einfach n-mal an die lokale IP (127.0.0.1) mit einer definierten Pause zwischen den Pings:

ping -n <Anzahl Sekunden> 127.0.0.1 > NUL

Wenn man in einem nichtadministrativen Benutzerkontext arbeitet ist es doch recht lästig, bekannten (und gewollten) Programmen zu erlauben, das eigene System benutzen zu dürfen. Leider kann man die UAC nur komplett abschalten, um diese Meldungen nicht mehr zu sehen, eine programmabhängige Steuerung ist eigentlich nicht möglich.

Eigentlich. Wir haben dieses Problem zum Beispiel beim automatischen Start von OpenVPN auf externen Laptops, die eine “Sofortverbindung” bei Systemstart aufbauen sollen. Startet OpenVPN aus dem Benutzerkontext, so werden die Routen mangels Rechten nicht gesetzt, wird es mit dem Zusatz “als Administrator ausführen” gestartet, so erscheint die allen bekannte Meldung “Möchten Sie zulassen, dass durch das folgende Programm Änderungen an diesem Computer vorgenommen werden?“.

Um nun dieses Problem zu umgehen kann der Taskplaner helfen. Der Task-Scheduler ist in der Lage, Programme mit höheren Privilegien auszuführen um zum Beispiel bei Datensicherungen ec. keine dümmlichen Anwenderfragen zu provozieren.

den Taskplaner also mittels “Ausführen” öffnen:

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Abb. Taskplaner öffnen

Eine neue Aufgabe erstellen:

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Abb. neue Aufgabe

Im Reiter “Allgemein” der Aufgabe einen Namen verpassen, gleichzeitig die Privilegienstufe anpassen.

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Abb. Name und Privilegien-Level

Im Reiter “Aktionen” eine neue Aktion anlegen. Unter “Programm/Skript” den vollstädigen Pfad und Dateinamen des auszuführenden Programmes eintragen (hier: die OpenVPN-GUI) und die zugehörigen Parameter unter “Argumente hinzufügen (optional)” verankern (hier: Autoconnect einer Verbindung).

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Abb. Aktion hinzufügen

Nachdem das Ganze gespeichert wurde, sollte die Aufgabe nun in der Aufganbenliste ohne Trigger stehen.
Abschließend wird eine Programmverknüfung erzeugt, die die Aufgabe ausführen wird. Am Zielort (z.B. Desktop) mittels rechter Maustaste eine neue Verknüpfung erzeugen.
Als Ziel wird der Task-Scheduler angegeben, dessen Parameter führen unser soeben “OPENVPN” benanntes Skript aus:

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Abb. Verknüpfungsanlage

Abschließend wird unserer neuen Programmverknüpfung noch ein Name und im Bedarfsfall ein Icon zugeordnet. Bei Ausführen der Verknüpfung wird somit der angelegte Task gestartet, der wiederum über höhere Privilegien verfügt als die aufrufende Verknüpfung. Die UAC sollte sich somit nicht mehr melden.

Das Anlegen einers Ordners, der auf .{ED7BA470-8E54-465E-825C-99712043E01C} führt zur übersichtlichen Anzeige aller Systemsteuerungs-und Aufgabenanzeige. Dies erspart zum Teil langes Herumsuchen in der Systemsteuerung.