Rasperry-Projekte

Ein beliebter Einsatz des Rasperry ist der als Webcam-Server. Die Einrichtung ist sehr unkompliziert, das Ergebnis recht robust, obwohl der Rasperry hier rechentechnisch schnell an seinen Grenzen ankommt.
Zuerst sollte das System, wie bei allen Installationen, auf den aktuellen Stand gebracht werden. Dies geschieht per

apt-get update
apt get upgrade

Ist dies geschehen (entweder innerhalb einer root-Konsole oder mit dem Vorsatz “sudo”) kann das Paket “motion” installiert werden:

apt-get install motion

Ist die Webcam mit dem USB verbunden (hier kam eine Logitech pro Webcam C920 zum Einsatz) kann ihr Vorhandensein per

lsusb

ermittelt werden. Hier sollte sie als USB-Gerät in der Auflistung erscheinen.

Nun folgt die Konfiguration der Software. Die Konfigurationsdatei befindet sich in /etc/motion und heißt motion.conf. Mittels Edition (nano, vom, joe) wird diese geöffnet und bei Bedarf geändert.
Der Eintrag

daemon=[off oder on]

wird eingestellt, ob das Programm als Hintergrunddienst läuft oder nicht, mit dem Eintrag

webcam_localhost=[on oder off]

wird eingestellt, ob der Webserver ausschließlich lokal oder global erreichbar sein soll.
Soll das Programm als Dienst laufen, so muß unter /etc/default/motion die Option

start_motion_daemon=”on”

eingestellt werden.

Abschließend kann das Programm nun per

service motion start

oder, wenn nicht als Dienst laufend mittels

/etc/init.d/motion start

gestartet werden. Der Webserver mit der Kameraanzeige ist nun entweder auf dem Rasperry lokal unter 127.0.0.1:8081 oder mit seiner externen IP-Adresse und der Portangabe 8081 erreichbar.
Defaultseitig macht er genau ein Bild pro Sekunde, dies ist in der motion.conf unter “framerate” einstellbar. Ein nicht “getunter” Rasperry sollte dabei nicht mehr als 2 Frames eingestellt bekommen, da er hier schon an seiner Leistungsgrenze angelangt ist.